Freitag, 24. Juli 2026

Einsam, wandern, Hamsterrad, schön, Haushalt

 Ein Schmerz zuckte durch Mark und Bein. Wer zum Teufel klingelte an ihrer Tür? Sie hatte alle Kontakte schon vor Urzeiten abgebrochen und die Familie liess sich auch nur noch selten blicken. Am Anfang war sie oft sehr Einsam. Doch mit der Zeit gewöhnte sie sich daran und empfand Gesellschaft als äussert Kräftezehrend. Es klingelte ein zweites Mal. Wie schon oft zuvor tat sie so als ob niemand zu Hause wäre. «Kommst du mit wandern?» fragte eine freundlich helle Stimme. Sie zitterte am ganzen Körper als die Stimme ein zweites Mal fragte: «Kommst du mit wandern?» Langsam ging sie zur Tür und lauschte. Doch sie hörte niemanden. Es war wie damals, als sie noch in ihrem Hamsterrad gefangen war. Jemand beobachtete sie aber sie fand nie heraus, wer oder was es war. Jetzt hatte sie wieder dasselbe Gefühl. Sie guckte durch das Guckloch der Türe doch auch da sah sie niemanden. Die Stimme fragte ein drittes Mal: «Kommst du mit wandern?» Immer noch dieselbe Tonlage, nicht verärgert sondern immer noch freundlich dieselben vier Worte als Frage formuliert. Auf einmal wurde es hell in ihrer Wohnung. Dabei hatte sie doch nur bei einem Fenster die Jalousie ein klein wenig hochgezogen. Kurz kam ihr der Gedanke: Ach wie schön wäre es, wenn ich wirklich wandern gehen könnte! Doch dann kam der stechende Schmerz zurück der sie daran erinnerte, dass sie nicht einmal den Haushalt erledigen konnte wie sollte sie denn so wandern gehen? In dem Moment wurde sie ohnmächtig.

Samstag, 18. Juli 2026

Lebenszeichen

 Sitze auf unserem Balkon und schreibe an meiner Geschichte. War in letzter Zeit etwas unmotiviert. Ich habe immer mal wieder solche Hänger und weiss nicht genau warum. Dann hab ich auf gar nichts Lust und sitze auf dem Sofa und scrolle auf dem Handy. Schlimm. Dabei ist das Wetter momentan so schön und warm und ich tue genau nichts. Naja kommen hoffentlich auch mal wieder bessere Zeiten.



Sonntag, 12. Juli 2026

Abschied, Hitze, frieren, Stress, Zeit

 Sie wünschte sich, die Drachen würde sie auf ihrem Rücken mitnehmen und in die Ferne tragen. Stattdessen musste sie Abschied nehmen von einem Leben, dass sie so nicht mehr leben konnte. Früher konnte sie arbeiten, sich mit Freunden treffen, Ausgehen halt alles was MAN im Alltag so macht. Heute steigt in ihr Hitze und Unwohlsein auf, wenn sie nur daran denkt das Haus verlassen zu müssen. Sie verbringt die meiste Zeit in ihrem Bett mit abgedunkelten Jalousien. Hat keinen Kontakt mehr zur Aussenwelt. Sie träumte gerne von einem Leben ausserhalb ihrer Wohnung. Von Sonne, Meer und Strand. Sie wollte immer Reisen und die Welt erkunden. Ein Traum, der in weite Ferne gerückt ist. Frieren und Kopfschmerzen waren Dauerzustand. Als Auslöser komme nur der Stress in Frage, meinte die Ärzte. Sie meinten, mit etwas Ruhe und Zeit komme das alles wieder in Ordnung. Das war vor zwei Jahren. Es ging ihr immer noch gleich. Dieselben Kopfschmerzen in der selben Intensität. Sie sass immer noch am Fenster und träumte von den Drachen als es plötzlich an der Tür klingelte.

Sommer, See, Nerven, Tropfen, Selbstständig

  Konnte er mit so einem Text wirklich Geld verdienen? War absolut keine Spannung drin. Den ganzen Sommer über übte er, schrieb unzählige Te...